Franklebener Seniorin will mit 20 Euro Schein im Bus bezahlen und stößt auf wenig Verständnis!
Mitteldeutsche Zeitung 16.Dezember 2008
“Ich fahre nie wieder Bus.”
Rigoros winkt die 76 jährige Eva Kaschull aus Frankleben ab. Dabei hatte sie sich nach langer Zeit endlich durchgerungen, um ihren Sohn in Großkayna zu besuchen. Aber am späten Nachmittag stand ihr Entschluss fest. Sie will nie wieder mit dem Bus fahren.
Die Hinfahrt sei wirklich sehr angenehm gewesen. ” Ich war richtig stolz, das ich es geschaft hatte.
Denn so oft komme ich nicht mehr raus. Aber die Rückfahrt hat mich tüchtig Nerven gekostet”,
errinert sie sich. Als sie nämlich um 16.30 Uhr in Großkayna in den Bus einstieg, machte ihr der Fahrer “sehr unfreundlich” klar, daß er ihre 20 Euro nicht wechseln könne. “Er sagte ziemlich unwirsch, dass er ja kein Wechselbüro sei, dass er kein Wechselgeld habe. Mir wurde angeboten, dass er mir eine Quittung über die 20 Euro gebeb werde, das Wechselgeld sollte ich dann am Montag in Merseburg abholen. Ansonste könne ich eben nicht mitfahren. Mir haben nur ein paar Cent Kleingeld am Fahrpreis von 1,20 Euro gefehlt. Erst als ein junger Mann aus dem Bus nach vorne kam und mir mit einen Euro aushalf, war die Sache erledigt”, erzählte Frau Kaschull gestern der MZ(Mitteldeutsche Zeitung) noch immer sehr erregt. Sie habe einen Herzschrittmacher und solche Aufregung tue ihr garnicht gut. “Vielleicht hatte der Fahrer einen schlechten Tag , sicherlich hat er auch seine Vorschriften, aber ich bin doch eine alte Frau. Da kann man doch einmal etwas Rücksicht nehmen.”
Michael Friedrich, Abteilungsleiter Verkehr der Personennahverkehrsgesellschaft (PNVG) Merseburg-Querfurt, meinte dazu: Es tut mir Leid und ich bitte Frau Kaschull um Entschuldigung. Denn rein menschlich gesehen, kann ich nachfühlen, das sie verärgert ist.”
Aber der Fahrer habe rein rechtlich gesehen nicht anders handeln können. Wenn ein hoher Betrag nicht gewechselt werden könne, haben die Fahrer die Möglichkeit, auf Quittung den Betrag zu behalten und den Mitfahrer zu bitten, sich das Wechselgeld in Merseburg abzuholen. Ansonsten könne der Fahrgast nicht befördert werden.
“Ich werde aber noch einmal mit unseren Partner reden, der für und die Linie bedient hat, und darum bitten, noch mehr auf die Freundlichkeit der Fahrer zu achten”, so Friedrich.
Geschäftsführer dieses Unternehmens ist Ulrich Reinking. Auch er bestätigte, was Friedrich sagte.” Mein Fahrer hat mich sofort über den Vorfall informiert”, sagte er. “Er hat sich nur an die Vorschriften gehalten. Zuvor hatte er schon mehrere Scheine wechsel müssen, es war einfach kein Kleingeld mehr da.











Da fragt man sich WO IST DIE MENSCHLICHKEIT? Ich bin entsetzt!!!!
Ich frage mich ob man der Frau Eva wenigstens eine kleine Aufmerksamkeit als Entschuldigung gab? z.B. Freifahrt damit sie weiterhin zu ihren Sohn kann….
Ich kann mir vorstellen das der Glaube an die Menschheit durch solche Handlungen verloren geht auch ein Busfahrer sollte wissen wie man mit Menschen umgeht.
LIEBER? Hr. Friedrich und Hr.Busfahrer ich frage sie.”Haben Sie eine Mutter, die sie besucht? und mit dem Bus fahren muss?”
Und was ist eigendlich unter hoher Betrag zu verstehen???
20,-€uro????? Hoher Betrag????
Ich finde es eine Frechheit zu sagen, das man ken Wechselgeld habe und deshalb den Fahrgast mutmaßlich vor die Tür setzt. Vieleicht wäre eine möglichkeit, dieses problem zu lösen, in dem die Busfahrgesellschaft mal darüber nachdenkt die Buse mit einem Kartenlesegerät für EC-Karten zu bestücken, um vieleicht freundlicher auf unsere Mitmenschen, durch nichts sagen, sondern mit einem Fingerzeig auf das Kartenlesegerät zu verdeutlichen, das man ja zu der hetigen Zeit kein Kleingeld besitzen muss.
Hallo,
ich komme auch aus dem Landkreis Saalekreis und finde es traurig wie unsere “lieben” Busfahrer mit unseren Mitmenschen umgehen.
Ich bin Jugendlicher (m23) und bekomme täglich mit, wie Senioren “meiner Meinung nach in Ihrer Würde gekränkt werden”, weil die Fahrer der Linienbusse “warscheinlich” Angst haben die nächste Haltestelle nicht pünktlich zu erreichen.
Oft ist es mir selbst schon vorgekommen das ältere Leute in die Linienbusse einsteigen und der Busfahrer sofort nach dem er sein Geld erhalten hat, seinen Bus startet und losfährt !!!
Ich frage mich nur:
Wenn dieser Mensch selbst in einem so reifen Alter ist, wird er sich freuen, das er eine “KARUSELLFAHRT” im Bus miterleben muss???
Ich kann ja verstehen, das manche Busfahrer “echt die Schnauze voll haben” von “Randalierern, Verschmutzern oder anderen Störern einer ruhigen Busfahrt.
Aber muss man das an unseren Senioren auslassen ???
Vielleicht sollte man bei einem Vorstellungsgespräch zum Busfahrer auch seine Tolleranz gegenüber Senioren und andern hilfebedürftigen Passagieren prüfen.
So kämen wir wenigstens im Nahverkehr in unserem Saalekreis mit freundlichen Menschen in Verbindung.
Liebe Grüße euer Falko